Der Mosel-Radweg

Radfahrer auf dem Mosel-Radweg

© Dominik Ketz

Gemütliches Radeln

in Deutschlands ältester Weinregion

Kurfürstliches Palais Tier

© BLDWRK.de - Alex Kaufenstein

Das Kurfürstliche Palais in Trier

Porta Nigra, Trier

Die Porta Nigra in Trier

Burg Eltz

Die imposante Burg Eltz

Deutschlands Musterburg

Pause auf dem Mosel-Radweg

© Dominik Ketz

Pause in den Weinbergen

bei einem Gläschen Mosel-Riesling

Burg Metternich, Beilnstein

© BLDWRK.de - Alex Kaufenstein

Beilnstein mit der Burg Metternich

Deutsches Eck, Koblenz

Das Deutsche Eck

Der Zusammenfluss von Mosel und Rhein in Koblenz

Der Mosel-Radweg beginnt im französischen Metz und endet im rheinland-pfälzischen Koblenz. Dazwischen schlängelt sich der Radweg auf rund 310 Kilometern durch die Ausläufer der Eifel und des Hunsrück – immer entlang des ihm namensgebenden Flusses. Dabei wird es durchaus international. Die Mosel entspringt in den französischen Vogesen, streift das Großherzogtum Luxemburg und mündet nach rund 550 Kilometern am Deutschen Eck in den Rhein.

Erfahren Sie auf dieser Seite mehr über den Verlauf des Mosel-Radweges, seiner Topografie, der Beschilderung, zur Anreise und zur idealen Reisezeit. Ausgewählte Radreisen an der Mosel inklusive! Sie radeln vorbei an endlos scheinenden Weinbergen und zu romantischen Winzerhöfen. Sie entdecken liebenswerte Orte wie das französische Städtchen Thionville, die älteste Stadt Deutschlands – Trier, den Weinbauort Traben-Trarbach und die Burg Eltz bei Treis-Karden. Den Römern und der geschützten Lage sei Dank, entwickelte sich das Moseltal zu einer typischen Weinregion. Durchradeln Sie eines der größten Weinanbaugebiete Deutschlands. Kehren Sie in eine der vielen Weinstuben am Wegesrand ein, denn, „für einen Schoppen muss immer Zeit sein“ lautet das Motto der Moselaner. Erleben Sie die über zweitausendjährige Geschichte einer Region, die sich in zahlreichen Zeitzeugen wie Römerbauten, Burgen, Schlössern und Industriedenkmälern widerspiegelt.

Beschilderung, Mosel-Radweg

Beschilderung am Mosel-Radweg

Kurz & Knapp: Der Mosel-Radweg

  • Länge
    ca. 310 km
  • Topografie
    Höhenprofil ●○○○○
    Der Mosel-Radweg genießt den Ruf eines beinahe ebenen Radweges. Sie radeln zwischen Metz und Koblenz nach und nach unmerklich bergab. Kurze, steile Anstiege, wie beispielsweise an Brücken-Auffahrten, sind zwischen Trier und Koblenz zwar selten, aber möglich.
  • Beschilderung
    Der Mosel-Radweg ist durchgehend beschildert, größtenteils mit dem grün-weißen Mosel-Logo.
  • Qualität
    Der Mosel-Radweg verläuft fast ausschließlich auf asphaltierten Radwegen, verkehrsarmen Straßen und Radstreifen. Selten und vor allem in den Naturschutzgebieten finden Sie unbefestigte oder schlecht befahrbare Abschnitte vor. In zahlreichen Orten haben Sie die Gelegenheit per Brücke oder Fähre das Ufer zu wechseln.
Übersichtskarte, Mosel-Radweg

Unterwegs von Metz bis zur Mündung in Koblenz

Der Mosel-Radweg beginnt im Herzen des französischen Städtchens Metz. Immer in Flussnähe radeln Sie auf die französisch-deutsche Grenze zu. In der Gemeinde Perl haben Sie deutschen Boden erreicht. Einige Kilometer weiter nordöstlich führt Sie der Mosel-Radweg direkt an der berühmten Porta Nigra in Trier vorbei. Unser Klassiker an der Mosel verläuft von Trier nach Koblenz. Den Windungen der Mosel folgend, führt Sie der Radweg durch die Weinorte Piesport und Neumagen-Dhron. Besuchen Sie im Fachwerkstädtchen Bernkastel-Kues die Burgruine Landshut und probieren Sie im Winzerörtchen Kröv den Moselwein Kröver Nacktarsch. An beiden Seiten der Mosel gelegen, durchradeln Sie das Doppelstädtchen Traben-Trarbach. Lassen Sie die hunderttausenden Rebstöcke in Zell an sich vorbeiziehen und genießen von der Reichsburg in Cochem den Ausblick aufs Moseltal. Der Moseldom in Treis-Karden gilt als bedeutendste Kirche an der Untermosel. Die unweit des Ortes gelegene Burg Eltz ist eine der bekanntesten Burgen Deutschlands. Der Mosel-Radweg endet in Koblenz, am berühmten Deutschen Eck, einer künstlich aufgeschütteten Landzunge an der Mündung der Mosel in den Rhein.

Weinhänge, Mosel-Radweg

Weinhänge an der Mosel

Reisezeit

Nicht nur die Winzer wissen das milde und sonnige Klima entlang der Mosel zu schätzen. Auch unsere Gäste auf dem Mosel-Radweg freuen sich Jahr für Jahr über die warmen Temperaturen und die vielen Sonnenstunden. Die geschützte Lage des Mosel-Radweges lässt nicht nur Wein vortrefflich gedeihen, ab März sitzen Sie bereits bei relativ milden Temperaturen auf dem Sattel. Zahlreiche Sonnentage sind bis Ende Oktober keine Seltenheit. Die tiefrote und goldgelbe Färbung der Weinhänge und der noch junge Wein machen den Spätsommer und den Frühherbst zur beliebtesten Reisezeit am Mosel-Radweg. Die farbenfrohe Landschaft, die zur Erntezeit geschmückten Weindörfer und die zahlreichen Weinfeste sind ein ganz besonderes Erlebnis, das viele Gäste anzieht. Unsere Reisetipps: Die Mosel-Winzertour von Trier nach Koblenz und der Saar- und Mosel-Radweg ab Saarbrücken. Aus unserer Erfahrung sind die Hotels und Gasthöfe ab Ende August bis Mitte Oktober rasch ausgebucht, buchen Sie also so früh wie möglich.

 

Trier, Mosel-Radweg

Trier am Mosel-Radweg

Anreise

Beabsichtigen Sie, mit Ihrem eigenen Fahrrad den Mosel-Radweg zu beradeln, raten wir Ihnen per PKW oder Bahn anzureisen. Alle größeren Orte an der Mosel sind mit dem Autobahn- und Bundesstraßennetz, sowie mit dem Regionalverkehr der Deutschen Bahn verbunden. Erkundigen Sie sich bitte im Voraus, ob für Ihre gewählte Verbindung die Fahrradmitnahme möglich ist. Haben Sie eine weite Anreise und ein Mietrad gebucht, empfiehlt es sich neben dem PKW und der Bahn die Flughäfen Frankfurt am Main, Frankfurt-Hahn und Luxemburg zu nutzen. Die Städte Koblenz, Trier und Metz sind an das Streckennetz der Fernbuslinien angeschlossen.

Abkürzungen, Mosel-Radweg

Schifffahrt auf der Mosel

Abkürzungsmöglichkeiten

Sollten Sie eine Etappe auf dem Mosel-Radweg wegen einer unvorhergesehenen Panne oder einem plötzlichen Wetterumschwung abkürzen wollen, nutzen Sie die Bahn oder eines der Verkehrsschiffe auf der Mosel. Zwischen Metz und Trier sowie zwischen Traben-Trarbach und Koblenz verläuft die Bahnlinie unweit des Mosel-Ufers. Zwischen Trier und Traben-Trarbach verläuft die Linie einige Kilometer abseits des Flusses. Einfacher und angenehmer ist da das Angebot des RegioRadler Moseltal: Zwischen Trier und Bullay haben Sie die Möglichkeit eine Buslinie inklusive Rad-Anhänger zu nutzen. In den Sommermonaten können Sie Ihre Etappen auch mit einer kurzen Schifffahrt auf der Mosel unterbrechen. Erkundigen Sie sich einfach vor Ort, ob eine Schifffahrt auf der Mosel zu Ihrem nächsten Etappenort möglich ist. Wer allgemein gern mit dem Schiff reist, dem legen wir eine Rad- und Schiff-Reise an der Mosel und der Saar ans Herz!

Für wen ist der Mosel-Radweg geeignet?

Natürlich schätzen vor allem Weinliebhaber den Mosel-Radweg. Kaum ein anderer Radweg bietet so viele Gelegenheiten, die edlen Tropfen inmitten der sonnigen Weinhänge zu verkosten. Leckere regionale Gerichte greifen den Wein mit auf: Genießer belohnen sich nach der Etappe mit einer Riesling-Cremesuppe oder einem Weinpudding.
Kultur- und Geschichtsbegeisterte fühlen sich von den zahlreichen Bauten der Römer angesprochen, Naturfreunde von der Weite der Moselregion. Auf den meist ebenen, ruhigen Radwegen können Familien ihre Kinder entspannt selbst radeln lassen oder problemlos im Kinderanhänger mitnehmen. Es ist Ihnen freigestellt wie viele Kilometer Sie pro Etappe radeln möchten. Der Radweg bietet sich daher gleichermaßen für Einsteiger und sportliche Radfahrer an.

Für Rennradfahrer ist der Radweg ebenfalls geeignet. Da es in den Sommermonaten sowie an Sonn- und Feiertagen zu starkem Radverkehr kommen kann, nutzen Sie Umwege über kleinere Nebenstraßen, zum Beispiel durch die Weinberge.