Der Mosel-Radweg

Der Mosel-Radweg - Panorama

Der Mosel Radweg schlängelt sich idyllisch neben der gemächlich fließenden Mosel durch ihr Tal zwischen Hunsrück und Eifel. Der Mosel-Radweg folgt dabei den zahlreichen Schleifen und Windungen des Flusses. Die Ruhe des Gewässers nehmen Sie auf Ihrer Mosel-Radweg Reise in sich auf, während Ihre Nase vom leichten Fahrtwind gekitzelt wird. Kleine, pittoreske Orte reihen sich entlang des Flusses, an dem sich seit jeher Menschen heimisch gefühlt haben. Bereits die Römer errichteten zwischen Trier und Koblenz zahlreiche Badeanlagen, Paläste und Brücken. Die Mauern der jahrtausendealten Gebäude stehen teilweise noch heute.
Das milde Klima und die vielen Sonnenstunden entlang der Mosel werden seit Jahrhunderten von zahlreichen Winzern erfolgreich für ihre vollmundigen Tropfen genutzt. Moselweine haben sich nicht nur in Deutschland längst einen Namen gemacht. Der Mosel-Radweg führt Sie durch die endlos scheinenden Weinberge, zu romantischen Winzerhöfen und in liebenswerte Orte wie Neumagen-Dhron und Traben-Trabach. Zahlreiche zierliche Fachwerkhäuser wie das Spitzhäuschen in Bernkastel-Kues reihen sich an massive Steinhäuser.
Der Mosel-Radweg strotzt nur so vor Superlativen: Mit Neumagen-Dhron liegt der älteste Weinort in Deutschland ebenso am Wegesrand wie das älteste Fachwerkhaus des Landes in Koben-Gondorf. In Zell staunen Sie über eines der größten Weinanbaugebiete mit über 4 Millionen Weinreben. Doch nicht nur die so bekannten Sehenswürdigkeiten auch die kleinen Orte entlang des Mosel-Radwegs erzählen von vielen Geschichten und Sagen. Sei es nun das Römerschiff in Neumagen-Dhron oder die Legende um die Namensgebung des Weinbaugebietes Kröver Nacktarsch. Von längst vergangenen Heldentaten erzählen die mächtigen Burgen und Ruinen, welche noch heute auf den Hügeln oberhalb der Mosel wachen.
An der berühmten Porta Nigra in Trier führt der Mosel-Radweg direkt vorbei. Hier startet die klassische Mosel-Radweg-Tour, die sich zu einer der beliebtesten Reisen unserer Gäste entwickelt hat. Kein Wunder – die idyllisch-romantische Landschaft, der kulturelle Reichtum und das genussvolle Leben versprechen Urlaub pur. Bis nach Koblenz fahren Sie in sechs Etappen. Der Mosel-Radweg endet am berühmten Deutschen Eck, wo die gemächliche Mosel schließlich vom mächtigen Rhein aufgenommen wird.

Die Mosel

Die Mosel entspringt in den ostfranzösischen Vogesen. Der junge Fluss schlängelt sich durch Lothringen über Luxemburg bis nach Deutschland und entwickelt sich dabei vom sprudelnden Rinnsal zum breiten aber ruhigen Fluss.
Die malerische Szenerie des Moseltals zwischen Trier und Koblenz ist geprägt von steilen Weinbergen und dem saftigen Grün der Weinreben. In vielen Schleifen und Windungen sucht sich die Mosel, stets begleitet vom Mosel-Radweg, ihren Weg Richtung Westen. Dabei fließt sie teilweise so langsam, dass sie beinahe wie ein stehendes Gewässer scheint. Nach 544 Kilometern mündet die Mosel schließlich am berühmten Deutschen Eck in den Rhein.

Mosel-Radweg: Länge und Etappen

Der deutsche Mosel-Radweg begleitet den Fluss rund 307 km. Die schönste und darum auch beliebteste Strecke erstreckt sich über 200 km zwischen Trier und Koblenz. Viele Radtouristen sind zudem von der Verbindung Saar- und Mosel-Radweg begeistert.
Die liebenswerten Winzerorte reihen sich entlang der Mosel in Abständen von wenigen Kilometern aneinander. So lassen sich die Etappen frei nach Wunsch einteilen. Während unseres klassischen Radurlaubs auf dem Mosel-Radweg legen Sie täglich zwischen 35 und 45 km ganz entspannt zurück. So bleibt auf jeden Fall genug Zeit, um die römischen Ruinen und die verwinkelten Fachwerk-Städte zu besuchen und in einem Winzerhof einzukehren.

Fluss, Mosel-Radweg

Wege

Auf dem Mosel-Radweg rollen Sie über asphaltierte und gut befahrbare Wirtschaftswege oder über ruhige Landstraßen. Nur zwischen Bullay und Sensheim, Cochem und Treis-Karden kommt es zu unbefestigten Abschnitten. Hier führt der Mosel-Radweg durch Naturschutzgebiete.
Einzelne Abschnitte des Mosel-Radwegs führen über separate Radwege. Selten müssen Sie auf Radstreifen am Fahrbahnrand ausweichen. Die meiste Zeit sind Sie auf verkehrsarmen Straßen unterwegs. Einzig auf den Radstreifen am Fahrbahnrand kann es auf dem Mosel-Radweg zu mehr Verkehr kommen. Wenn Ihnen der Verkehr zu laut oder die Wege zu anstrengend werden, haben Sie auf dem Mosel-Radweg an zahlreichen Orten die Gelegenheit, mit einer Brücke oder Fähre das Ufer zu wechseln.

Topographie

Der Mosel-Radweg genießt den Ruf eines beinahe ebenen Radwegs. Wie die Mosel rollen auch Sie während Ihres Radurlaubs stets kaum merklich bergab. Koblenz, das Ziel Ihrer Reise auf dem Mosel-Radweg, liegt schließlich rund 65 m niedriger als Trier. Ausnahmen bestätigen auch auf dem Mosel-Radweg die Regel: Kurze, steile Anstiege, wie beispielsweise an Brücken-Auffahrten, sind zwischen Trier und Koblenz zwar selten, aber möglich.

Wegweiser

Von Metz bis Koblenz finden Sie das Schild des Mosel-Radwegs auf den meisten Radwegweisern. Der Mosel-Radweg folgt in weiten Teilen dem Fernradweg D 5. Das stilisierte Rad eines Fahrrads ist an zahlreichen Schildern mit angebracht. Auf den typischen Schildern sind meist die umliegenden Orte mit Kilometerangaben versehen. So können Sie sich stets gut orientieren und wissen, wie weit Sie bis zu Ihrem Etappenziel noch fahren müssen. Und sollten Sie vor einer Kreuzung stehen und nicht wissen, in welche Richtung der Mosel-Radweg führt, dann lassen Sie sich einfach von der Mosel selbst leiten.

Weinanbau, Mosel-Radweg

Wer ist auf dem Mosel-Radweg unterwegs?

Natürlich schätzen vor allem Weinliebhaber den Mosel-Radweg. Kaum ein anderer Radweg bietet so viele Gelegenheiten, die edlen Tropfen inmitten der sonnigen Weinhänge zu verkosten und dabei den Blick auf der gemächlich fließenden Mosel ruhen zu lassen. Leckere regionale Gerichte greifen den Wein mit auf: Genießer belohnen sich nach der Etappe mit einer Rieslingcremesuppe oder einem Weinpudding.
Doch der Mosel-Radweg hat nicht nur für Freunde der feinen Rebsorten und des geschmackvollen Essens viel zu bieten. Kulturbegeisterte fühlen sich von den zahlreichen Bauten der Römer angesprochen, Naturfreunde von der Weite der Moselregion. Die römischen Ruinen stehen in oder zwischen den zahlreichen liebenswerten Orten, in deren Mitte sich seit Jahrhunderten ein schiefes Fachwerkhaus an das nächste drängt. Die Mosel wird bewacht von mächtigen Burgen und Schlössern, die, teils verfallen, über das sich windende Tal des Flusses wachen.
Auf den weitgehend ebenen, ruhigen Radwegen können Familien ihre Kinder entspannt selbst radeln lassen. Gefährliche Verkehrssituationen sollten auf dem Mosel-Radweg nicht auftreten. Auch für eine Radtour mit Kinderanhänger ist der Mosel-Radweg zu empfehlen. Auf den breiten Wegen rollt es sich auch mit Anhänger ziemlich unbeschwert.
Die flache Strecke und kurzen Etappen des Mosel-Radwegs eignen sich ideal für einen ersten Radurlaub. Einsteiger erleben entlang der Mosel eine entspannte, sorgenfreie Zeit.

Reisezeit

Nicht nur die Winzer wissen das milde und sonnige Klima entlang der Mosel zu schätzen. Auch unsere Gäste auf dem Mosel-Radweg freuen sich Jahr für Jahr über die warmen Temperaturen und die vielen Sonnenstunden. Die Mosel windet sich gemächlich durch ihr Tal, dass sie sich vor Jahrtausenden zwischen Eifel und Hunsrück gegraben hat. Diese geschützte Lage lässt nicht nur den Wein vortrefflich gedeihen.
Auf dem Mosel-Radweg können Sie schon entspannt unterwegs sein, während es in anderen Regionen aufgrund von Wind und Wetter noch oder bereits wieder ungemütlich wird. Ab März, wenn die frisch-grünen Blätter sich in den Baumwipfeln langsam entfalten, sitzen Sie bei relativ milden Temperaturen bereits auf dem Sattel. Zahlreiche Sonnentage sind bis Mitte Oktober auch im Herbst keine Seltenheit auf dem Mosel-Radweg.
Die Weinkultur mit ihren Winzerhöfen und die tiefrote und goldgelbe Färbung der Weinhänge machen den Spätsommer und frühen Herbst zur beliebtesten Reisezeit auf dem Mosel-Radweg. Den jungen Wein inmitten der Weinreben zu verkosten, die zur Erntezeit besonders geschmückten Weindörfer zu besuchen und sich die klare Luft inmitten der farbenfrohen Landschaft um die Nase wehen zu lassen ist ein ganz besonderes Erlebnis, das viele Gäste anzieht.
Wenn Sie den Mosel-Radweg in dieser traumhaften Jahreszeit besuchen wollen, sollten Sie jedoch nicht zu lange warten. Die Hotels und Gasthöfe sind von Ende August bis Mitte Oktober rasch ausgebucht.

Anreise und Abreise

In Trier führt der Mosel-Radweg direkt an der berühmten Porta Nigra vorbei, viele Radfahrer starten hier auf Ihre Mosel-Radtour. Auf der Autobahn A 1 erreichen Sie Trier mit dem PKW ganz unkompliziert. Wenn Sie mit der Bahn anreisen, müssen Sie in einem Fernbahnhof umsteigen. Denn Trier wird nur von Regionalbahnen angefahren. Von Frankfurt, dem nächsten großen Verkehrsknotenpunkt, benötigen Sie etwa 90 Minuten um Trier zu erreichen.
Wenn Sie mit dem Flugzeug anreisen, haben wir einen besonderen Tipp für Sie: Vom Flughafen Frankfurt-Hahn bringt Sie ein Shuttle Bus direkt in die Innenstadt von Trier.
Züge des Fernverkehrs bringen Sie von Koblenz, dem Ziel Ihrer Reise auf dem Mosel-Radweg, wieder nach Hause. IC und ICE halten in der Stadt an Rhein und Mosel in einem engen Takt.

Rückreise

Wenn Sie mit dem PKW angereist sind, steht Ihnen am Ende Ihrer Radtour die Rückreise bevor. Von Koblenz fährt eine Regionalbahn im Stundentakt nach Trier. In Regionalbahnen ist die Radmitnahme meist mit einer extra Rad-Fahrkarte möglich. Der begrenzte Platz in den Waggons ist vor allem am beliebten Mosel-Radweg in der Hauptsaison schnell ausgebucht. Erkundigen Sie sich am besten im Voraus, ob für Sie und Ihre Räder noch genügend Platz zur Verfügung steht.

Abkürzungen

Sollten Sie eine Etappe auf dem Mosel-Radweg wegen einer unvorhergesehenen Panne oder einem plötzlichen Wetterumschwung lieber im Zug als auf dem Rad beenden wollen, steigen Sie entweder auf die Bahn oder ein Schiff um.
Leider besteht zwischen den meisten Etappenorten kein direkter Zugverkehr. Eine Abkürzung mit der Bahn kann sich darum in manchen Fällen sehr zeitintensiv gestalten. Einfacher und angenehmer ist da das Angebot des Regio-Radlers: Eine Buslinie verbindet die meisten Orte auf dem Mosel-Radweg. Mit einem speziellen Rad-Anhänger bringt er Radler und ihre Fahrräder ganz unkompliziert an ihr Ziel.
Auf der ruhigen und gemächlichen Mosel sind viele Ausflugsschiffe unterwegs, die ebenso als Abkürzung zwischen bestimmten Orten genutzt werden können. Jeder kleine Ort auf dem Mosel-Radweg besitzt meist eine oder mehrere Anlegestellen. Zwischen Trier und Treis-Karden fahren die Schiffe und Fähren streckenweise sogar im Linienverkehr. An anderen Orten starten und enden wiederum nur Rundfahrten. Erkundigen Sie sich einfach vor Ort, ob eine Schifffahrt auf der Mosel zu Ihrem nächsten Etappenort möglich ist. Denn so eine Schifffahrt als Abschluss Ihrer Mosel-Radweg-Etappe ist ein ganz besonderes Highlight, nicht nur für Kinder!