Reisebericht: Die Obersee-Radtour auf dem Tandem

Von unseren Gästen Doreen und Chris

Doreen & Chris
Doreen & Chris

Mein Sohn Chris lebt mit dem Down-Syndrom und seinen Herausforderungen im Alltag. Chris lernte im Alter von neun Jahren das Radfahren und erweiterte so seinen Aktionsradius um ein Vielfaches. Ab dem Teenie-Alter war der Weg zum Spielplatz nicht mehr ausreichend und die Hürden des Straßenverkehrs nicht selbständig zu bewältigen.

So kamen wir zum Tandemfahren – für uns eine große Freiheit und ganz viel Spaß.

Nach zwei Sommern mit unserem Tandem war klar: Wir wollen eine Radreise machen!

Es soll eine leichte, übersichtliche Rundtour ohne Steigungen werden. Quasi zum Testen, ob es das Richtige für uns ist. So machten wir uns auf die Suche durch die Weiten des Internets und fanden Radweg-Reisen. Das schien uns der passende Anbieter zu sein. Der Bodenseeradweg soll es werden. Wir entschieden uns für die leichte Obersee-Radtour.

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Vorfreude

Nun waren nur noch ein paar Fragen zu klären: Transportiert die Fähre ab Wallhausen auch Tandems? Inwiefern ist das Starthotel zum Parken mit dem Auto und Tandem auf dem Dach geeignet? Am Telefon wurden alle Fragen kompetent und freundlich beantwortet. Die Lösung fürs Starthotel gab's auch gleich. Das Starthotel ist gleichzeitig auch unser Zielhotel, liegt außerhalb des Zentrums und unweit vom Radweg-Reisen-Hauptsitz entfernt, wo sich ein umzäunter PKW-Parkplatz befindet.

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Tandem
Unser Tandem

Sogleich haben wir unsere Radreise in den Pfingstferien gebucht und die Vorfreude war groß. Etwa sechs Wochen vor dem Start unserer Reise kam ein dicker Brief von RADWEG-REISEN mit allen wichtigen Unterlagen. Alles wurde wunderbar organisiert und perfekt in einem Ringheft zurechtgemacht. Ich war sehr positiv überrascht wie viele nützliche Tipps und Infos wir für unsere Reise darin fanden.

Anreise nach Konstanz

So starteten wir an einem sonnigen Montagmorgen in Richtung Bodensee. Nach nur zwei Stunden Autofahrt erreichen wir unser Hotel in Konstanz. Ein modernes B&B Hotel. Das Entladen gelingt schnell und einfach. Nun bringen wir unser Auto zum Parkplatz von RADWEG-REISEN. Wir werden von freundlichen Mitarbeitern empfangen. Dort befindet sich auch der riesige Radverleih mit Werkstatt. Es ist alles sehr sauber und aufgeräumt. An unserem eigenen Tandem wird nochmal der Luftdruck kontrolliert damit es auch gut rollt.

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Allee zur Insel Reichenau
Auf der Allee zur Insel Reichenau

Es ist noch recht früh am Nachmittag und so radeln wir uns schon einmal warm zur Insel Reichenau, welche eigentlich nicht bei der gebuchten Tour dabei ist. Es geht durch eine schöne Allee, vorbei an reichhaltigem Obst- und Gemüseanbau. Ein schöner erster Urlaubstag geht zu Ende.

1. Tag: Konstanz – Friedrichshafen (ca. 50 km)

Am Morgen geben wir unsere Koffer an der Rezeption ab und ich verspreche meinem Sohn, dass diese am Abend im nächsten Hotel stehen. So wirklich traut er der Sache aber nicht.

Heute geht es zuerst zur Insel Mainau. Es gibt viele Fahrradparkplätze und große Schließfächer direkt am Eingang, was sehr praktisch für die Satteltaschen ist. Über eine Brücke erreicht man zu Fuß schnell die Insel Mainau mit ihrer reichhaltigen Blumen- und Pflanzenpracht. Nach einer kleinen Stärkung fahren wir weiter zur Fähre nach Wallhausen, welche uns nach Überlingen bringt. Es gibt viele Stellplätze für Fahrräder auf der Fähre und auch der Zustieg ist ohne Stufen möglich. Alles perfekt, um ein Tandem aufs Schiff zu bringen. Es ist mit 28 Grad ein sehr warmer Tag zum Radfahren.

Auf unserem weiteren Weg besuchen wir noch die Pfahlbauten in Unteruhldingen, sehen die Meersburg von außen im Vorbeifahren an, und baden im Bodensee. Im Cityhotel in Friedrichshafen erwartet uns ein großes Zimmer und eine tolle Fahrradgarage. Auch unsere Koffer sind schon da und mein Chris ist sichtlich erleichtert, dass alles geklappt hat.

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Auf der Insel Mainau
Auf der Insel Mainau
Pfahlbauten Unteruhldingen
Pfahlbauten Unteruhldingen

2. Tag: Friedrichshafen – Lindau-Zech (ca. 35 km)

Heute starten wir mit einem genialen Frühstück im Hotel. Gut gestärkt besichtigen wir das Zeppelinmuseum und den Aussichtsturm im Hafen von Friedrichshafen. Es gibt tolle Aus- und Einblicke.

Dann geht es los über schöne Radwege entlang an Weinhängen und Obstplantagen. Es ist wieder ein sehr warmer Tag. So nutzen wir einige Badestellen zur Abkühlung im Bodensee. In Wasserburg spielen wir noch eine Runde Minigolf, bevor wir unser heutiges Ziel in Lindau-Zech erreichen. Das Hotel ist schön eingerichtet und hat eine angeschlossene Pizzeria, was besonders meinen Sohn erfreut.

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Friedrichshafen, Hafenmole
Friedrichshafen, Hafenmole
Badepause
Badepause

3. Tag: Lindau-Zech –  Arbon (ca. 55 km)

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Ausblick vom Pfänder
Ausblick vom Pfänder

Unser vorletzter Radltag startet wieder mit sonnigem Wetter –  so haben wir eine wunderbare Aussicht vom Pfänder in Bregenz. Wer mag kann auch sein Fahrrad mit auf den Pfänder nehmen und eine rasante Abfahrt genießen. Wir haben uns die zusätzlichen Kilometer gespart und sind mit der Seilbahn wieder ins Tal gefahren.

Das Wetter wird nun etwas regnerisch, aber angenehm kühl. Wir radeln meistens am Bodensee entlang, auf breiten Radwege, durch Wälder und Felder. Es ist eine wunderschöne Gegend. Unterwegs besichtigen wir noch das Hundertwasserhaus in Altenrhein. In Arbon erwartet uns als heutiges Ziel ein sehr schönes Hotel mit einer genialen Küche zum Abendessen. Es war das beste Hotel auf unserer Reise.

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4. Tag: Arbon –  Konstanz (ca. 35 km)

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Bodensee-Radweg mit Tandem

An unserem leider letzten Radltag geht es zurück nach Konstanz. Es radelt sich schnell über schön ausgebaute Radwege durch Obstplantagen, Wälder und Gemüseanbaugebiet. Wir machen viele Pausen bei tollen Ausblicken über den Bodensee. Im Hafen von Konstanz besichtigen wir die Imperia und stechen mit dem Tretboot in See. Der Hafen ist schön, aber leider auch sehr überlaufen. So fahren wir doch recht schnell weiter zu unserem Hotel.

Abreise

Am Abreisetag muss das Zimmer erst bis 12.00 Uhr geräumt werden. So können wir in Ruhe unser Auto abholen und beladen. Dann geht es wieder nach Hause. Insgesamt radelten wir 201 km.

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Alles Top!

Nun haben wir unsere erste Radreise geschafft. Voller Stolz auf unsere gemeinsame Leistung stellen wir fest: Das ist nicht unsere letzte Radreise gewesen. Das machen wir baldmöglichst wieder!

Ganz herzlichen Dank für die gute Organisation durch das Team von RADWEG-REISEN.