Unser dritter Radurlaub mit Radweg-Reisen beginnt mit der Anreise nach Schwäbisch Hall. Heute ist ein strahlend schöner Spätsommertag, eigentlich zu schön, um nur mit dem Auto zu fahren. Leider ist heute sehr viel los auf den Straßen, so dass wir erst am späten Nachmittag Schwäbisch Hall erreichen.
Für uns ist ein Zimmer im Hotel Goldener Adler direkt am Markt vorbereitet mit Blick auf die imposante Steintreppe der Kirche St. Michael. Unsere Fahrräder können wir in der Hotelgarage unterstellen. Anschließend machen wir einen Spaziergang durch die Straßen und Gassen bis zum Kocher. Nach dem Gang essen wir auf der Terrasse des Hotels am Markt noch zu Abend. Wir gehen früh zu Bett, damit wir morgen früh gut ausgeruht auf die Räder steigen können, da diese Autoanreise uns ziemlich geschafft hat.
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Martin steht früh auf, weil er das Auto vom Parkplatz am Markt vor dem Hotel in ein Parkhaus bringt, wo es bis zu unserer Rückfahrt stehen bleiben wird. Wir frühstücken in der urigen Gaststube des Hotels Goldener Adler. Das Frühstück ist sehr reichhaltig und bietet alles, was das Herz begehrt: Rührei, Speck, Würstchen, diverse Brötchen, Brezeln, Wurst, Käse, Bircher Müsli, Cerealien, Gurken, Tomaten, Obst u.a. Wie bei früheren Radurlauben nutzen wir das, damit wir mit dem Frühstück bis zum Nachmittag durchhalten.
Bevor wir losfahren, schauen wir uns die heutige Tagesetappe an und überlegen, wie wir das mit dem Abendessen machen, da es in Mulfingen-Ailringen keine Restaurants gibt. Im Tourbuch von Radweg-Reisen steht, dass das Hotel Altes Amtshaus kein Restaurant habe, aber für Hausgäste kleine Gerichte anbiete. Kurzentschlossen ruft Martin dort an und fragt nach. Glücklicherweise, denn er bekommt die Auskunft, dass im Hotel montags Pizza und Flammkuchentag ist und es außerdem nachmittags Kaffee und Kuchen gibt. So muss nicht Plan B „Einkauf bei Edeka“ zum Einsatz kommen.
Wir radeln los. Erst geht es am Kocher entlang bis Braunsbach. Eine schöne Flusslandschaft. Der Radweg ist toll. Wir sehen Reiher, Bussarde, auf den Wiesen blühen Herbstzeitlose, die Obstbäume biegen sich unter der Last. Auffällig ist, dass es viele überdachte Holzbrücken gibt, wie in dem Film „Die Brücken am Fluss“.
Der Weg führt unter der Kochertal-Brücke, der mit 185 Meter über Grund höchsten Balkenbrücke Deutschlands, hindurch. Zwischen Braunsbach und Langenburg wechseln wir vom Kocher zur Jagst, einmal über den Berg, alles mit den E-Bikes gut zu machen.
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Bei Oberregenbach kommen wir zur Abwechslung an einer alten Steinbrücke über die Jagst vorbei. In Unterregenbach wartet eine echte Überraschung: eine ottonische Krypta, die der letzte Überrest einer riesigen Basilika aus dem 10. Jahrhundert ist. Die Basilika hat wohl nicht lange existiert und man weiß nicht, zu welcher Reliquie oder welchem Heiligen hier gepilgert wurde. Die Krypta war noch 300 Jahre länger als die Basilika in Benutzung, geriet dann aber auch in Vergessenheit und wurde später als Keller genutzt. Gegenüber vom heutigen Kirchlein und der Krypta befindet sich die Raststation Zur Getränketruhe, die wir nutzen, eine leckere Apfel-Holunder-Schorle trinken und ein Irish-Cream-Eis zu essen. Auf dieser Etappe fällt auf, dass wir durch viele kleine Orte radeln, die keinen Bäcker oder Laden haben, aber überall finden sich Hinweise auf solche Raststationen als Automat oder in einer kleinen Hütte, z.B. neben einem Bauernhof.
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Beim Weiterfahren kommen wir gleich wieder an einer schönen Holzbrücke, der Archenbrücke, vorbei. Als nächstes gleitet eine Schwanenschule auf der Jagst an uns vorbei wie ein Sinnbild für diese entschleunigt-entschleunigende Gegend.
In Mulfingen steht am Wegesrand die St.-Anna-Kapelle, ein schmuckes Kirchlein mit einem Schnitzaltar aus der Riemenschneiderschule. Seit Unterregenbach tröpfelt es leicht, jetzt beginnt es stärker zu tröpfeln, aber es ist nicht mehr weit bis zum Hotel Altes Amtshaus in Ailringen. Was für ein schönes, besonderes Hotel. Unsere Räder können wir in einer Garage unterbringen, die Akkus in dafür vorgesehenen Schließfächern vor dem Hotel laden. Schnell bekommen wir raus, dass das Hotel dem „Schrauben Würth“ gehört, der es hat renovieren lassen. Hier wird alles getan, damit man sich als Gast wohlfühlt. Das Zimmer sind wunderschön eingerichtet, im Kühlschrank stehen Getränke, ein Wasser frei, an den Wänden hängen Bilder aus der Sammlung Würth. In unserem Zimmer hängt ein Foto, das den „Schraube-Würth“ mit dem Dalai Lama zeigt, der wohl schon einmal in unserem Zimmer, der Amtsstube genächtigt hat. Wir ziehen uns um und gehen zu Cappuccino und leckerem Birnenstreusel aufs Sofa vor dem Kamin über. Wir bleiben dort sitzen und essen später dort zu Abend, Salat und Flammkuchen.
Nach dem Abendessen machen wir einen kleinen Gang durchs Dorf. Dabei kommt uns die Idee, wegen des vorhergesagten Regens, die Tour zu verändern und morgen schon nach Künzelsau zu fahren, um die Regenzeit dort im Museum Würth 2 in der Nolde-Ausstellung zu verbringen.
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Wegen der Wetteraussichten für heute hat Martin gestern Abend die Tagesetappe umgeplant. Im Tourbuch von Radweg-Reisen ist eine Fahrt durchs Jagsttal vorgesehen, aber sie scheint uns für einen regnerischen Tag nicht geeignet, da es wenig Möglichkeiten zum Einkehren oder für andere „trockene“ Aktivitäten gibt. Außerdem möchten wir gerne die Nolde-Ausstellung im Museum Würth 2 in Künzelsau-Gaisbach besuchen und dafür auch Zeit haben, so dass wir über Künzelsau nach Sindringen fahren.
Nach einem besonders liebevollen Frühstück mit frisch zubereiteten Spiegeleiern, Birchermüsli und anderen Köstlichkeiten, alle in kleinen Gläsern bereitgestellt, radeln wir um 9.50 Uhr los. Unser Gepäck auf dem Rad haben wir schon gegen Regen gesichert, aber noch nicht die Regenhosen angezogen. Kurz nach der Abfahrt in Ailringen müssen wir einen ersten steilen Anstieg nach Hohebach bewältigen.
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Als er geschafft ist, beginnt es zu tröpfeln. Wir fahren noch ein paar Kilometer, aber nach dem nächsten Dorf ziehen wir die Regenhosen an. Zum Glück, denn nun beginnt es richtig zu regnen. Wir erreichen Künzelsau im Regen und finden nach kurzer Unsicherheit den Weg nach Künzelsau-Gaisbach. Es regnet mittlerweile in Strömen und wir stellen im strömenden Regen fest, dass die von Komoot gestern ausgespuckte Alternativtour einen 18%igen Anstieg enthält. Anstiege bis 12% oder 13% schaffen wir ganz gut mit den E-Bikes, aber 18% nicht. Ich schaffe es nicht einmal, mein Rad einen solchen Anstieg hochzuschieben, auch nicht mit Schiebehilfe. Wir stellen uns kurz in einem Carport unter, um zu schauen, ob es einen alternativen, nicht so steilen, Weg gibt. Wir entscheiden uns gegen den Versuch, an der Bundesstraße entlangzufahren, weil wir mit den beschlagenen Brillen auf dem Handy nicht erkennen können, ob es einen Radweg gibt und direkt auf der Bundesstraße zu fahren, scheint uns bei diesem Wetter zu riskant zu sein.
Kleiner Exkurs: Wir werden nach dem Museumsbesuch nach Künzelsau zurückradeln und stellen dabei fest, dass es einen abgetrennten Radweg neben der Bundesstraße gibt. Er taucht aber bei Komoot nicht auf, vielleicht weil er nicht durchgängig ist und man das Rad ca. 100 Meter über einen schmalen Schotterweg schieben muss. Als ich zur Vorbereitung auf die letzte Etappe, auf der das Museum besucht werden könnte, das Tourbuch genau lese, stelle ich fest, dass wir den Höhenunterschied auch mit der Künzelsauer Bergbahn hätten überwinden können. Jetzt schiebt Martin in strömendem Regen die Räder die 18%ige Steigung hinauf und wir radeln zum Museum. Dort gibt es zum Glück überdachte Fahrradständer, so dass wir uns der Regenklamotten im Trockenen entledigen können, und Lademöglichkeiten für die Akkus in Schließfächern.
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Endlich sind wir im Museum. Die Nolde-Ausstellung „Welt und Heimat“, die man übrigens kostenlos besuchen kann, ist toll! Es sind viele Bilder zu sehen, die wir schon kennen, aber auch einige, die wir noch nie gesehen haben. Zwischendurch ploppen auf meinem Handy die Fotos vom 9. September 2024 auf, als wir witzigerweise auf den Tag genau im Noldehaus und Nolde-Museum in Seebüll waren. Draußen regnet es immer noch in Strömen. Nach dem Besuch der Ausstellung stärken wir uns im Museumscafé mit leckerem Kuchen und Cappuccino.
Endlich hat es aufgehört zu regnen und unsere Wetter-App macht uns Hoffnung, dass es so bleibt. Wir ziehen trotzdem vorsichtshalber die Regenhosen an, glücklicherweise, denn hinter Künzelsau beginnt es wieder zu regnen, erst fiselt es nur fein, dann wird der Regen mehr, aber zum Glück nicht so stark wie heute Morgen. 10 Kilometer vor Sindringen hört es auf zu regnen und die Sonne scheint. Heute Nacht sind wir im Hotel Die Krone am Fluss. Als wir uns umziehen, stelle ich fest, dass der Regen und meine Schuhe meine Socken „aquarelliert“ haben.
Auch hier gibt es ein schönes Frühstück, sehr reichhaltig mit großer Auswahl und viel Obst. Während wir beim Frühstück sitzen, fällt der Strom aus. Wir erfahren, dass es anscheinend öfter vorkommt, so 4- bis 5-mal im Jahr, so dass man hier gut vorbereitet ist.
Auch heute kommen wir um 9.50 Uhr los. Es ist noch etwas nebelig, aber trocken. Der Radweg führt zunächst am Kocherkanal entlang, wenig später fließen Kocherkanal und Kocher parallel. Auch hier blühen auf den Wiesen die Herbstzeitlosen. Der Radweg führt durch das Naturschutzgebiet Vogelhalde Sindringen-Ohrnberg. Irgendwann wird der Radweg zu einem Bahnradweg und führt vor Möglingen über eine alte Bahnbrücke. Der Bahnhof Möglingen ist einen Halt wert und bietet für Radfahrer ein WC und Auflademöglichkeiten. Vor Neuenstadt fahren wir noch einmal über eine alte Bahnbrücke.
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Kurz bevor wir Neuenstadt erreichen, beginnt es wieder zu tröpfeln. Wir parken unsere Räder vor dem Schloss, wie wir wenig später in der Bäckerei, in der wir sitzen von einer Einheimischen erfahren. Sie spricht uns an, als sie mithört, dass ich Martin aus dem Reiseführer vorlese, und erzählt uns, was es hier alles zu sehen gibt. Der berühmteste Einwohner war der Dichter Eduard Mörike (wir denken sofort an Akud Ödreimer bei Walter Moers). Neben der Bäckerei befindet sich die Apotheke von Familie Mörike. Eduard Mörike war später Pfarrer in Obersulzbach, einem Dorf hier in der Nähe. Im Netz suche ich nach Gedichten von Mörike und stelle fest, dass er witzige Gedichte geschrieben hat, z.B. ‚Auf eine Lampe‘ und ‚Auf ein Ei geschrieben‘. Des Weiteren finde ich ein Gedicht von Mörike, das auf den heutigen Tag passt:
Septembermorgen
„Im Nebel ruhet noch die Welt.
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt.
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.“
Mehr erfahren Weniger anzeigenWir gehen in die Stadtkirche St. Nikolaus, die auch eine Radlerkirche ist. Anschließend besuchen wir die Lindenanlage, wo jetzt viele Linden ein dichtes Blätterdach bilden an einer Stelle, wo bis 1945 dieses Blätterdach von einer 1000 Jahre alten Linde gebildet wurde.
Von Neuenstadt führt uns der Radweg am Kocher entlang nach Bad Friedrichshall. Das Salzbergwerk ist noch in Betrieb und deswegen leider nur am Wochenende zu besichtigen.
Wir entscheiden uns für einen Abstecher, ein paar Kilometer mehr, am Neckar entlang nach Bad Wimpfen. Wir sehen es schon von Weitem über dem Neckar thronen, wie ein Bild von einer deutschen Stadt.
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Bad Wimpfen ist ein echtes Highlight mit schönen Fachwerkhäusern, der Kaiserpfalz der Staufer und der beeindruckenden Kirche. Bevor wir durch die Gassen bummeln und uns die Kirche anschauen, trinken wir einen Cappuccino und essen ein leckeres Stück Kuchen.
Auf dem Rückweg am Neckar entlang machen wir einen kurzen Zwischenstopp in der Klosterkirche in Bad Wimpfen im Tal mit ihrem romanischen Westwerk. Weiter geht es am Neckar entlang bis Neckarsulm, wo wir heute im Hotel Vienna House Easy übernachten. Es ist zwar Teil einer Hotelkette, aber auch hier werden wir sehr nett empfangen. Die Räder können wir in die Tiefgarage stellen. Der Portier versorgt uns mit Tipps, wo wir essen gehen könnten.
Heute fahren wir um 10.15 Uhr los. Die Route führt uns sehr schnell zum Neckar und wir fahren bis kurz vor Bad Wimpfen. Wir überqueren dann den Neckar auf einer Eisenbahnbrücke und fahren nun an der Jagst entlang. Auch hier ist es wieder in großen Teilen ein toller Radweg. Es begegnen uns wenige Menschen. Der Weg schlängelt sich durch die Wiesen, das Jagsttal ist mal enger, mal weiter. Auf einer Streuobstwiese blühen die Herbstzeitlosen unter den Apfelbäumen, auf der gegenüberliegenden Wiese fliegen die Schwalben im Tiefflug.
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Der erste Ort, den wir erreichen ist Neudenau, wieder so ein hübsches Fachwerkstädtchen. Danach kommen wir an der Kapelle St. Gangolf vorbei, die man nur von außen betrachten kann. Das nächste Städtchen ist Möckmühl. Da hatten wir uns mehr erwartet, aber vielleicht sind wir auch deshalb enttäuscht, weil Mittagszeit ist und es zu tröpfeln beginnt. Wir holen uns belegte Brötchen in einer Bäckerei und essen die dann auf einer Bank im Wald direkt an der Jagst.
Weil es immer wieder leicht tröpfelt, suchen wir nicht das Zentrum von Widdern, sondern fahren nach Jagsthausen, der Heimat von Götz von Berlichingen. Auch hier machen wir nur kurz halt und schauen uns nur den Götzenbrunnen an, weil es schon wieder regnet.
Hinter Jagsthausen müssen wir einmal über den Hügel, der Jagst und Kocher voneinander trennt, der mit den E-Bikes gut zu bewältigen ist. Auf der anderen Seite des Hügels kommen wir wieder nach Sindringen, wo wir die zweite Nacht im Hotel Die Krone am Fluss verbringen. Weil ich sehr müde bin, schlafe ich erst einmal eine Runde. Nach einer erfrischenden Dusche schauen wir uns das Dorf an. Es ist auch sehr schnuckelig, mit Stadtmauer und überall verteilt getöpferten Details. Wir beschließen den Tag mit dem sehr lecken Abendessen im gutbesuchten Hotelrestaurant. Ein besonderes Schmankerl ist Schafsmilcheis.
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Heute ist besseres Wetter. Noch ist es recht kühl, nachts hat es geregnet, es ist wolkig, aber die Sonne setzt sich langsam durch.
Die heutige Etappe führt die ganze Zeit am Kocher entlang. Das erste Mal halten wir am Kocherwerk in Ernsbach an. Leider ist es noch geschlossen, sonst hätten wir es besucht. Am Weg liegen lauter kleine Städte und Dörfer mit Fachwerkhäusern und -kirchen, eine davon eine Wehrkirche.
Mehr erfahren Weniger anzeigenDie nächste etwas größere Stadt ist Forchtenberg, die Heimatstadt von Sophie und Hans Scholl. Auch sie ist sehr schnuckelig. Witzig ist die historische Shell-Tankstelle mit dem Kugelporsche. Wieder beginnt es zu tröpfeln aus der einzigen grauen Wolke weit und breit, so dass wir Künzelsau wieder in stärker werdendem Regen erreichen. Immerhin erreichen wir halbwegs trocken die Innenstadt, wo wir etwas zum Unterstellen finden und das Ende des Schauers abwarten. Nach dem Regen bummeln wir durch die Innenstadt von Künzelsau.
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Ab jetzt setzt sich immer mehr die Sonne durch und beleuchtet die Hänge. Den Abschnitt von Künzelsau nach Braunsbach sind wir noch nicht gefahren. In Braunsbach halten wir an und schauen uns die Bilder von der Sturzflut am 29. Mai 2016 an. Wahnsinn, welche Kräfte Wasser unter bestimmten Bedingungen entwickelt.
Das letzte Stück des Weges erkennen wir wieder, denn jetzt geht es unter der Kochertal-Brücke zurück nach Schwäbisch Hall. Bevor wir ins Hotel gehen, setzen wir uns in ein Café und trinken einen Cappuccino und essen ein Stück Kuchen. Diesmal haben wir im Hotel Goldener Adler ein sehr schönes Zimmer mit Récamiere und Erker. Zum Abschluss unseres Radurlaubs machen wir noch einen ausgedehnten Spaziergang durch Schwäbisch Hall und essen im Restaurant Entenbäck zu Abend.
Fazit:
Die Tour „Der Kocher-Jagst-Radweg“ ist eine sehr schöne Flüsse-Radtour. Die Radwege sind überwiegend ausgezeichnet und gut ausgeschildert. Fast die ganze Zeit ist man in Flussnähe unterwegs, es ist sehr beschaulich und man begegnet nur hin und wieder anderen Radfahrer*innen.
Die Organisation durch Radweg-Reisen war wie immer hervorragend: sehr nette Hotels, alle mit Fahrradunterstellmöglichkeiten und das sehr informatives Tourbuch mit allen Informationen, die man braucht.
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