2019
Radurlaub auf Madeira

Radurlaub auf Madeira

Spektakuläre Steilküsten und Seefahrerkultur

  • Caniço – Funchal
  • Reisetermine von Januar bis Dezember
  • Etappenlänge ●○○○○
  • Höhenprofil ●●●●○

8
Tage

40
Ø km pro Tag

Sicher wundern Sie sich über einen Radurlaub auf Madeira, ist die Insel doch sehr bergig und als typisches Wanderziel bekannt. Der höchste Berg, der Pico Ruivo, ist immerhin 1862 Meter hoch. Natürlich sollten Sie für diese Tour eine gute Kondition mitbringen, Spitzensportler müssen Sie jedoch keinesfalls sein! Dort, wo es sehr bergig wird, nutzen Sie unsere Transfers, so dass Sie die Blumeninsel stressfrei erleben können. Die Portugiesen besiedelten diese Insel bereits im 15. Jahrhundert und hinterließen ihre Spuren. So finden Sie entlang des Weges nicht nur prachtvolle Parks und Gärten. Auch die herrschaftlichen Landgüter, Quintas genannt, und monumentalen Festungen werden Sie verzaubern. Der wohl bekannteste Sohn der Insel ist der Weltfußballer Cristiano Ronaldo. Auch die österreichische Kaiserin Sisi besuchte einst die Insel und erholte sich hier von einem Lungenleiden. Genießen Sie die Tage im schwimmenden Garten und lernen Sie die Gastfreundschaft der Madeirer kennen!

Reiseverlauf

Radurlaub auf Madeira

Kurzinfo

  • Buchungscode
    ES-POCF7
  • Start / Ziel
    Caniço / Funchal
  • Dauer
    8 Tage, 7 Nächte
  • Länge
    ca. 195 km
    Etappenlänge ●○○○○
    zwischen 25 und 50 km, Ø 40 km
    Höhenprofil ●●●●○
  • Wegbeschaffenheit
    Meist auf wenig befahrenen Nebenstraßen, kurze Abschnitte auf stärker befahrenen Straßen.
  • Schwierigkeit
    Trotz mehrerer Transfers gibt es einige, teils längere, Steigungen sowie steile Abfahrten. Wir empfehlen eine gute Grundkondition und Fahrsicherheit.
  • Durchführung
    Lokaler Kooperationspartner

1. Tag: Individuelle Anreise nach Caniço

Neben der Hauptstadt Funchal ist Caniço das zweite Touristenzentrum Madeiras und nur etwa 10 km vom Flughafen entfernt. Ihr Hotel liegt direkt am Strand und wenn Sie möchten, können Sie nach der Anreise erst einmal dort entspannen. Doch auch außerhalb des Hotels gibt es tolle Möglichkeiten, um das Meer und die Sonne zu genießen. Sie können zwischen idyllischen Felsbadebuchten, Felsterrassen mit Treppen ins Meer und Kiesstrand wählen. Wer lieber den Ort etwas erkundet, kann sich dabei an verschiedenen Blumengärten und Palmen erfreuen. In den zahlreichen Restaurants und Bars finden Sie die verdiente Stärkung nach einem Spaziergang durch den Ort.

2. Tag: Caniço – Porto da Cruz, ca. 25 km + Transfer

Morgens bringt Sie ein Transfer nach Camacha, bekannt für seine Korbflechtkunst. Hier beginnt die erste Etappe auf dem Rad. Auf der Höhenstraße in Richtung Ostküste haben Sie fantastische Ausblicke. Das Ziel Ihrer heutigen Radtour ist Porto da Cruz, was übersetzt Hafen des Kreuzes heißt. Benannt wurde der Ort nach dem Kreuz, das am Ufer aufgestellt wurde, um den portugiesischen Erforschern den Hafen anzuzeigen. Heute ist der idyllische Küstenort vor allem beliebt bei Surfern und Sonnenhungrigen, die sich am Strand aus Vulkansand tummeln. In Porto da Cruz steht eine der letzten arbeitenden Zuckerrohrmühlen. Noch heute wird der Zucker nach dem gleichen Verfahren wie im Gründungsjahr 1927 produziert.

3. Tag: Porto da Cruz – São Vicente, ca. 40 km + Transfer

Den langen und steilen Anstieg nach Santana legen Sie mit dem Bus zurück. Santana ist vor allem für die traditionellen Bauernhäuschen aus dem 16. Jahrhundert bekannt. Das sind farbige, dreieckige Häuser aus Stein mit einem Strohdach. In Santana wurden sie besonders liebevoll restauriert und die meisten dienen heute nur noch als Touristenattraktion. Auf der Landstraße radeln Sie durch kleine Orte und entlang der Küste bis nach São Vicente. Größte Attraktion dort sind die Gruta de São Vicente. Die Lavahöhlen entstanden durch eine Eruption vor 400.000 Jahren! Die Höhlen können Sie bei einer geführten Tour erforschen.

4. Tag: São Vicente – Porto Moniz, ca. 35 km + Transfer

Der vierte Tag Ihres Radurlaubes startet wieder mit einem Transfer, diesmal in die Hochebene Paúl da Serra. An klaren Tagen kann man von hier sowohl das Meer im Norden Madeiras als auch das im Süden sehen. Am Rande der Höhenstraße, die Sie nun entlang radeln, treffen Sie immer wieder auf grasende Kühe und Schafe. Bald schon lassen Sie sich auf der langen Abfahrt Richtung Westküste den Wind um die Nase wehen und genießen spektakuläre Aussichten. Porto Moniz ist bekannt für seine Naturschwimmbäder. Das sind natürliche, vulkanische Pools. Schlendern Sie am Abend durch die Stadt und entlang der Promenade, wo sich Restaurants, Cafés und Souvenir-Shops aneinander reihen. Wenn es die Zeit zulässt, sollten Sie zum Miradouro da Santa gehen. Das ist ein Aussichtspunkt, von dem Sie einen tollen Blick über die Stadt haben.

5. Tag: Porto Moniz – Calheta, ca. 45 km

Sie radeln entlang der Westküste durch grüne Wälder und kleine Ortschaften. Calheta wurde bereits 1430 gegründet und war einer der ersten Orte, die von den Entdeckern Madeiras erforscht wurden. Hier gibt es zwei künstlich angelegte Strände mit goldenem Sand aus Figuera da Foz in Portugal und Marokko. Dieser Strand gilt als einer der besten auf Madeira. In Calheta wird der beste weiße Rum, der Aguardente, produziert. Dieser ist auch in der Poncha, dem Nationalgetränk Madeiras, enthalten. Die weiteren Zutaten sind lediglich Honig und Zitronensaft. Was liegt näher, als in Calheta diesen typischen Cocktail zu kosten? Aber Vorsicht – durch die Süße des Getränks wird der Geschmack des Alkohols praktisch komplett überdeckt.

6. Tag: Calheta – Funchal, ca. 50 km

Morgens radeln Sie direkt am Ufer entlang und können die fantastische Küste genießen. Bei Ribeira Brava geht es bergauf und etwas ins Landesinnere, bis Sie den wohl spektakulärsten Aussichtspunkt Ihres Radurlaubs auf Madeira erreichen. Das Cabo Girão ist mit 580 Metern die zweithöchste Steilklippe der Welt. Oben wurde eine Plattform errichtet, die über die Küste herausragt. Von dort haben Sie einen atemberaubenden Rundumblick und durch den gläsernen Boden können Sie das darunter liegende Meer und die Küste sehen. Genießen Sie die lange Abfahrt zurück zur Küste und die letzten Kilometer bis nach Funchal. Die Hauptstadt Madeiras ist benannt nach dem Fenchel-Gewürz Funcho, das bei der Entdeckung der Insel gefunden wurde. Mit der herrlichen Bucht und den umliegenden Bergen zählt sie zu den schönsten Städten Portugals.

7. Tag: Ausflug mit der Seilbahn nach Monte

In Funchal steigen Sie in die Seilbahn, die Sie nach Monte bringt. Von dort haben Sie einen grandiosen Ausblick über die Bucht von Funchal. Sehenswert ist die Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte, wo sich der Sarg des letzten Kaisers von Österreich befindet. Dieser wurde nach dem Ersten Weltkrieg nach Funchal in die Verbannung geschickt und starb nur ein Jahr später an einer Lungenentzündung. Der Jardim Tropical Monte Palace ist ein tropischer Garten mit orientalischen Akzenten und sicher einer der schönsten der gesamten Insel. Die bekannteste Attraktion Montes sind jedoch sicher die Carros de Cesto. Die Korbschlitten waren Anfang des 19. Jahrhunderts die ersten öffentlichen Verkehrsmittel Madeiras, heute sind sie eine touristische Attraktion. Wagen Sie die rasante Fahrt von Monte hinunter nach Funchal? Keine Angst, den Schlitten müssen Sie nicht selbst steuern. Dies übernehmen die beiden Carreiros, weiß gekleidete Männer mit Hut. Ein Fuß bleibt auf der Kufe des Schlittens, mit dem anderen wird gelenkt oder beschleunigt. Auf geht die Fahrt!

8. Tag: Individuelle Abreise oder Verlängerung

Ihr Radurlaub auf Madeira geht heute leider schon zu Ende. Wussten Sie eigentlich, dass Madeira das portugiesische Wort für Holz ist? Falls Sie vor dem Heimflug noch Zeit haben, schlendern Sie doch einmal über den Mercado dos Lavradores. Auf dem Bauernmarkt gibt es ein tolles Angebot an exotischen Blumen, tropischen Früchten, frischem Fisch sowie lokalen Handarbeiten. Und wenn Sie noch nicht genug haben, verlängern wir Ihren Aufenthalt auf der Insel auch gerne.