2019
Der Oder-Neiße-Radweg nach Usedom

Der Oder-Neiße-Radweg nach Usedom

Von der Oberlausitz an die Ostsee

  • Zittau – Usedom
  • Etappenlänge ●●●○○
  • Höhenprofil ●●○○○

11
Tage

60
Ø km pro Tag

Bei dieser Tour auf dem Oder-Neiße-Radweg von Zittau bis zur Insel Usedom radeln Sie vom Oberlausitzer Bergland durch Schlesien, Brandenburg und Vorpommern zum Stettiner Haff. Eine naturnahe Flusslandschaft, beeindruckende Kulturdenkmäler, allgegenwärtige Zeugen der jüngsten Geschichte und die Sonnenseite der Ostsee bietet der Oder-Neiße-Radweg. Entdecken Sie bei dieser abwechslungsreichen Reise das deutsch-polnische Grenzgebiet.

Reiseverlauf

Der Oder-Neiße-Radweg nach Usedom

Kurzinfo

  • Buchungscode
    NO-BRZU10
  • Start / Ziel
    Zittau / Insel Usedom
  • Dauer
    11 Tage / 10 Nächte
  • Länge
    ca. 555 – 565 km
    Etappenlänge ●●●○○
    zwischen 30 und 80 km, Ø 60 km
    Höhenprofil ●●○○○
  • Rückreise nach Zittau
    In Eigenregie mit der Bahn, Verbindungen mehrmals täglich, 3 - 4 x Umsteigen, Dauer: ca. 8 Stunden.
  • Mindestteilnerhmerzahl
    2 Personen
  • Durchführung
    Lokaler Kooperationspartner

1. Tag: Individuelle Anreise nach Zittau

Die südöstlichste Stadt Sachsens besitzt einen schönen Marktplatz, an dem das von Schinkel erbaute Rathaus liegt. Die berühmten Zittauer Fastentücher können Sie in zwei verschiedenen Museen besichtigen. Genießen Sie das Flair dieser einst böhmischen Stadt und lassen Sie sich zur Einstimmung auf Ihren Urlaub von der Schmalspurbahn in die umliegenden Kurorte bringen. Gebuchte Mieträder stehen im Hotel bereit.

2. Tag: Zittau – Görlitz, ca. 45 km

Ihre erste Etappe führt Sie nach Hirschfelde. Weiter begleitet Sie die Neiße zum Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal. Der Barockstil verleiht diesem ein imposantes Aussehen. Seit 1234 bis heute wird das älteste deutsche Haus dieses Ordens durchgehend genutzt. Mit Görlitz gelangen Sie an einen Ort, der vom Krieg verschont wurde und daher noch bedeutende Bauten aus dem Mittelalter, der Renaissance und dem Jugendstil aufweist.

3. Tag: Görlitz – Bad Muskau, ca. 70 km

Weiter am Fluss entlang kommen Sie bei Zentendorf an der Kulturinsel Einsiedel vorbei, auf der ein bemerkenswertes Baumhaushotel zu sehen ist. Sie befinden sich übrigens nicht nur in der Oberlausitz, sondern auch im ehemaligen Schlesien, das über die Neiße nach Westen ragte. In Muskau lebte Fürst Pückler, der hier einen einmaligen Park schuf und Namensgeber für das bekannte Eis wurde.

4. Tag: Bad Muskau – Guben, ca. 70 km

Nach dem Frühstück radeln Sie weiter den Fluss entlang. Über die sorbischen Orte Zelz und Bademeusel erreichen Sie Forst, die Stadt der Rosen. Neben ansehlichen Tuchfabriken, einem Textilmuseum und zahlreichen Kirchen ist der rötliche Wasserturm das Wahrzeichen der Stadt. Dann führt Sie der Radweg vorbei an Seen und durch ausgedehnte Wälder sowie die typische Heidelandschaft in die Doppelstadt Guben / Gubin.

5. Tag: Guben – Frankfurt (Oder), ca. 65 km

Wer keinen empfindlichen Magen hat, kann nach dem Frühstück in die Welt der Anatomie eintauchen. Das Plastinarium beherbergt unter anderem die berühmte Wanderaustellung Körperwelten. Weiter auf dem Rad folgen Sie heute der Oder, auf die Sie kurz hinter Guben treffen und die Sie zum Barockkloster Neuzelle führt. Gönnen Sie sich hier ein nach Zisterzienser – Tradition gebrautes Schwarzbier. Über Eisenhüttenstadt erreichen Sie Frankfurt.

6. Tag: Frankfurt (Oder) – Groß Neuendorf / Altlewin, ca. 65 km

Die Geburtsstadt des bedeutenden Dramatikers Heinrich von Kleist war einst eine bedeutende Handels- und Hansestadt. Eindrucksvolle Bauten wie das Rathaus und die St. Marienkirche zeugen noch vom einstigen Reichtum. Die heutige Etappe führt Sie durch den Oderbruch, einer Kulturlandschaft, die im 18. Jahrhundert durch Flussbegradigung, Eindeichung und Trockenlegung entstanden ist.

7. Tag: Groß Neuendorf – Schwedt, ca. 70 km

War es gestern ländlich, ist es heute geradezu einsam im Naturpark Unteres Odertal, Heimat vieler seltener Pflanzen und Tiere. Die Fluss-Auenlandschaft ist Rastplatz für große Schwärme von Zugvögeln. Sie kommen an der Burg Stolpe vorbei, die mit dem Grützpott einen der massivsten Wehrtürme Deutschlands besitzt. Anschließend erreichen Sie Schwedt. Hier befindet sich einer der größten noch erhaltenen jüdischen Friedhöfe in Brandenburg.

8. Tag: Schwedt – Region Löcknitz, ca. 75 – 80 km

Nach dem Frühstück radeln Sie nach Gartz, das inmitten einer Endmoränenlandschaft im Nationalpark liegt. Aufgrund seiner strategisch wichtigen Lage an der Oder war die Stadt immer wieder Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen. Landeinwärts durch Wälder und Felder weisen die Ortsnamen auf die ehemaligen slawischen Siedlungen hin. Trotz seines Namens, übersetzt Sumpfloch, erwartet Sie mit Löcknitz ein aufblühendes Städtchen.

9. Tag: Löcknitz – Ueckermünde, ca. 50 – 65 km

Kleine Seen- und Heidelandschaften prägen die heutige Etappe, die Sie durch Vorpommern an die Küste des Stettiner Haffs bringt. Das Haff war ursprünglich ein Gletschersee und ist heute mit einer Tiefe von ca. vier Metern sehr fischreich. An der Mündung des Flüsschens Uecker liegt das ehemalige Fischerstädtchen Ueckermünde, das sich heute liebevoll restauriert präsentiert. Das Residenzschloss zählt hier zu den bedeutendsten Bauwerken.

10. Tag: Ueckermünde – Insel Usedom, ca. 30 – 40 km + Fährfahrt

Mit der Fähre setzen Sie nach Kamminke auf die Insel Usedom über. Hier haben Sie auf dem Golm, mit 69 m Höhe die höchste Erhebung auf der Insel, eine wunderbare Sicht über Haff und Ostsee. Entspannen Sie sich in einem der kaiserlichen Bäder und bewundern Sie die Bäderarchitektur auf der Sonneninsel. Anschließend radeln Sie durch lichte Wälder und am weiten Ostseesandstrand zu Ihrem Übernachtungsort.

11. Tag: Individuelle Abreise oder Verlängerung

Nach dem Frühstück endet Ihre Radtour am Oder-Neiße-Radweg. Gerne verlängern wir auch Ihren Aufenthalt auf der Insel Usedom.