Der Bodensee-Radweg – eine Runde, die sich lohnt
Der Bodensee-Radweg gehört zu den beliebtesten Radwegen Europas – und das aus gutem Grund. Auf rund 260 Kilometern führt er einmal rund um Mitteleuropas drittgrößten See, durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Flache Uferwege, mittelalterliche Städtchen, Weinberge mit Alpenblick und immer wieder das funkelnde Wasser des Sees: Hier stimmt einfach die Mischung.
Ob Sie eine Woche Zeit haben oder nur ein verlängertes Wochenende – der Bodensee-Radweg lässt sich in vielen Varianten fahren und passt sich Ihrem Tempo an.
Blick auf den Untersee
Auf dem Bodensee-Radweg
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Verlauf - Bodensee-Radweg
Der Bodensee-Radweg teilt sich in drei Abschnitte: Der Obersee – der größte Teil – führt von Konstanz über Meersburg, Friedrichshafen und Lindau bis nach Bregenz, immer nah am Ufer entlang. Der Untersee im Westen ist ruhiger und naturnaher, mit der malerischen Altstadt von Stein am Rhein als Highlight. Der Überlinger See verbindet beide Teile und überrascht mit Weinbergen, dem Barockjuwel Birnau und dem Pfahlbau-Museum Unteruhldingen.
Die Route ist durchgängig mit dem blauen Rad-Logo ausgeschildert – einheitlich in allen drei Ländern – und überwiegend auf asphaltierten oder befestigten Wegen geführt.
Kurz & Knapp: Der Bodensee-Radweg
- Länge
ca. 260 km - Topografie
Meist flach und ufernah
Anstiege zwischen Bodanrück & Überlinger See - Beschilderung
Durchgängig markiert mit dem blauen Rad-Logo
Einheitlich in D/A/CH - Wegqualität
Überwiegend asphaltiert oder befestigt
Teilweise auf Wirtschaftswegen & ruhigen Straßen - Beste Reisezeit
April bis Oktober: milde Temperaturen, frühe Blüte im Frühling und goldene Farben im Herbst
Hochsaison: Juli und August - Hinweis
Helmpflicht in Österreich für Kinder unter 12
Helmempfehlung für alle Radler
Radfahrer auf dem Bodensee-Radweg
Reisezeit
Der Bodensee-Radweg ist von April bis Oktober befahrbar. Das Wetter am Bodensee ist milder als andernorts in Mitteleuropa – die Nähe zum See und die schützende Lage vor den Alpen sorgen für ein eigenes kleines Klima.
Im Frühling blühen die Obstwiesen entlang der Strecke, und die Orte sind noch angenehm ruhig. Juni und September gelten als besonders empfehlenswert: gutes Wetter, weniger Betrieb als im Hochsommer, und die Unterkünfte sind leichter zu bekommen. Juli und August sind die beliebtesten Monate – volle Strände, lebhafte Promenaden, aber auch mehr Trubel und frühere Buchungszeiten. Im Herbst zeigen sich die Weinberge in Rot und Gold, die Sicht auf die Alpen wird klarer, und die Strecke gehört wieder den Radlern.
Immenstaad Alpensicht
Anreise
Der Bodensee ist aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gut erreichbar. Die meisten Touren starten in Konstanz, das über einen eigenen Bahnhof verfügt – allerdings ohne Direktanbindung an den Fernverkehr. Wer mit der Bahn kommt, steigt in Singen oder Radolfzell in die Regionalbahn um. Direkt neben dem deutschen Bahnhof liegt der Schweizer SBB-Bahnhof mit Anschluss ans gesamte Schweizer Netz.
Wer fliegt, nutzt am besten den Flughafen Friedrichshafen direkt am See oder den Flughafen Zürich, von dem Konstanz in etwa anderthalb Stunden per Bahn erreichbar ist. Fernbusse fahren mehrere Orte rund um den See an – Fahrradmitnahme ist begrenzt und muss vorab angemeldet werden.
Mit dem Auto lässt sich Konstanz gut erreichen, Parkplätze in der Innenstadt sind jedoch knapp und oft kostenpflichtig. Es lohnt sich, Parkmöglichkeiten am Stadtrand zu suchen oder vorab zu reservieren.
Konstanz am Bodensee
Abkürzungsmöglichkeiten
Wer merkt, dass eine Etappe zu lang wird oder das Wetter nicht mitspielt, hat am Bodensee viele Möglichkeiten, flexibel umzuplanen.
Mit der Bahn lassen sich die meisten Abschnitte überbrücken – allerdings liegen nicht alle Bahnhöfe direkt am Radweg, sodass ein kurzer Umweg manchmal nötig ist. Schöner ist oft die Fähre: Die Weiße Flotte verbindet von April bis Oktober viele Orte rund um den See mit Linien- und Ausflugsschiffen. Wer schneller vorankommen möchte, nutzt die Autofähre Konstanz–Meersburg, die ganzjährig fährt, oder den Katamaran zwischen Konstanz und Friedrichshafen. Die Fähre Friedrichshafen–Romanshorn ist von April bis Mitte Oktober in Betrieb.
So lässt sich der Bodensee-Radweg gut an das eigene Tempo und den eigenen Zeitplan anpassen – ohne dass man sich festlegen muss.
Romanshorn Fähre
Für wen ist der Bodensee-Radweg geeignet?
Der Bodensee-Radweg ist einer der wenigen Fernradwege, der wirklich für ein breites Publikum funktioniert. Die Strecke ist überwiegend flach, gut ausgebaut und klar beschildert – das macht ihn auch für Menschen zugänglich, die nicht regelmäßig lange Touren fahren.
Familien mit Kindern finden kurze Etappen, Badestellen, Spielplätze und genug Abwechslung am Wegesrand, um auch jüngere Mitfahrer bei Laune zu halten. Einsteiger und Genussradler schätzen, dass man hier selten wirklich kämpfen muss – die wenigen Anstiege im Bereich Bodanrück und Überlinger See sind gut machbar. Erfahrene Radreisende können die Strecke zügiger angehen oder mit dem E-Bike kombinieren.
Einzige Einschränkung: In Österreich gilt für Kinder unter 12 Jahren Helmpflicht. Für alle anderen ist ein Helm zwar keine Pflicht, aber empfehlenswert.
Am Überlinger See
Häufige Fragen zum Bodensee-Radweg
Welcher Bodensee-Typ sind Sie?
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