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Den Inn-Radweg können wir all denjenigen Radfahrern wärmstens empfehlen, die auf grandiose Bergpanoramen, gutes Essen und nicht zu anspruchsvolle Etappen bei ihrer Radreise wert legen.

Der 520 Kilometer lange Inn ist einer der längsten Alpenflüsse und der wasserreichste Zufluss der Donau. Er durchquert von seinem Ursprung nahe des Maloja Pass in der Schweiz bis zur Mündung in die Donau, in Passau, drei Länder.

Auf der abwechslungsreichen Tour auf dem Inn-Radweg radeln Sie anfangs durch gigantische Bergpanoramen und können über die vielen namhaften Alpengipfel, die zwei- bis dreitausend Meter in den Himmel ragen, staunen. Aber nicht nur das! Sehenswerte Städte wie St. Moritz, Innsbruck, Kufstein und Bad Füssing machen die Reise ebenso kurzweilig wie die atemberaubende Natur, die Sie beispielsweise im Naturreservat Unterer Inn vorfinden. Lernen Sie die prächtigen alten Engadiner Häuser mit ihren Sgraffito-Verzierungen kennen.

Der Inn-Radweg besticht durch seine fahrradfreundliche Infrastruktur. Entlang der Strecke finden sich viele landestypische Gaststätten. Wenn Sie mögen, können Sie auch Papsttorte und Papstbier im Geburtsort des ehemaligen Papstes Benedikt verkosten.

Erfahren Sie auf dieser Seite mehr über den Verlauf des Inn-Radweges, seine Topografie und die Beschilderung. Außerdem verraten wir Ihnen, wie Sie am einfachsten und schnellsten anreisen und wann die ideale Reisezeit ist. Ausgewählte Radreisen am Inn inklusive!

Weiße Kirche mit hohem spitzem Turm auf einem Hügel in Scuol, umgeben von grünen Bäumen mit dramatischen Alpenbergen im Hintergrund.

Kirche in Scuol

Der Inn-Radweg von Maloja bis Passau

Einen gelungeneren Einstieg in eine Radreise könnte es fast nicht geben. Der Inn-Radweg beginnt im Engadin, einem der höchstgelegenen bewohnten Täler Europas. In den klaren Seen spiegeln sich die die Gipfel vieler zwei- bis dreitausend Meter hohen Alpengipfel. Im Engadin finden sich nicht nur die Touristenmagnete St. Moritz, Pontresina oder Scuol. Das malerische Dorf Guarda mit seinen vielen alten, mit Sgraffitoverzierungen geschmückten, Engadiner Häusern befindet sich ebenfalls hier. Weiter geht es nach Tirol, das mit Kufstein und Innsbruck geschichtsträchtige Städte und einzigartige Bergwelt zu bieten hat.

Dann radeln Sie ins Alpenvorland mit seinen lieblichen bayerischen Bilderbuchstädtchen wie beispielsweise Rosenheim und Wasserburg. Weiter geht die Fahrt durch das Innviertel in Oberösterreich. In Passau fließen aus dem Westen die Donau, dem Süden der Inn und dem Norden die Ilz, ineinander. Die Stadt ist ein Augenschmaus! Die barocke Altstadt, die von italienischen Meistern im 17. Jahrhundert geschaffen wurde, ist ein wunderschöner Abschluss Ihrer abwechslungsreichen Reise am Inn-Radweg. Besuchen Sie den Dom St. Stephan mit der größten Domorgel der Welt und gehen Sie auf Schatzsuche in den kleinen Gassen des charmanten Passau.

Urlaub am Inn-Radweg bietet Natur- und Bergfans tagtäglich Neues. Auch Fans von Burgen und Klöstern werden nicht enttäuscht. Da wären zum einen die Festung Kufstein, das Augustiner Chorherrenstift Reichersberg, die Salzachstadt Burghausen mit der längsten Burg der Welt oder das Schloss Landeck, von dem aus einst der Zugang zum Arlberg- und Reschenpass überwacht wurde.

Sind Sie ein ausdauernder Radfahrer und Ihnen sind etwa 60 Kilometer pro Tag nicht zu viel, ist die Radtour am Inn für Sportliche genau das richtige für Sie: Von Innsbruck nach Passau in sechs Tagen. Gemütlicher geht es bei der klassischen Radtour von St. Moritz nach Innsbruck zu: Start ist der mondäne Kurort in der Schweiz, Ziel die schöne Olympiastadt in Österreich. Es bleibt genug Zeit für Tiroler Schmankerl und die unglaublich imponierende Bergwelt des Engadins.

Karte des Inn-Radwegs durch die Schweiz, Österreich und Deutschland, von Maloja bis Passau, mit markierten Stationen und Entfernungen.

Inn-Radweg Verlauf

Kurz & Knapp: Der Inn-Radweg

  • Länge
    ca. 520 km
  • Topografie
    Im Engadin geht es überwiegend bergab. Einzig im Schweizer Abschnitt muss man mit größeren Steigungen rechnen. Ab Tirol verläuft die Route bis Passau größtenteils eben und entlang des Flussverlaufs.
  • Beschilderung
    Die Beschilderung ist nicht einheitlich. So sind zwischen St. Moritz und Martina Schilder der Radroute 6, Graubünden Route, zu folgen. Der Tiroler Teil ist durchgehend mit grün-gelben Inn-Radweg-Schildern gekennzeichnet. In Österreich orientiert man sich an der grün-weißen R3-Beschilderung, in Bayern an den Schildern des ADFC mit Inn-Radweg-Logo.
  • Qualität
    Der Radweg verläuft häufig in Flussnähe auf befestigten Wegen. Streckenweise sind Sie auch auf Schotterwegen und unbefestigten Waldwegen, auf kleinen Nebenstraßen und wenig befahrenen Hauptstraßen unterwegs.
Marktplatz in Obernberg am Inn mit grünem Innradweg-Schild (R3 Innweg), bunten historischen Gebäuden, Statue und geschmücktem Maibaum unter blauem Himmel.

Beschilderung des Inn-Radwegs

Reisezeit

Die Monate April bis September sind für Radreisen am Inn-Radweg zu empfehlen. Früher sollten Sie auf keinen Fall anreisen, da während der Schneeschmelze mit teilweise erheblichen Überschwemmungen zu rechnen ist. Je nach Höhenlage herrscht ein mildes Klima mit angenehmen Temperaturen. Im Oberengadin kann es allerdings auch im Hochsommer kalt sein.

Natürlich ist in der Ferienzeit August und September am meisten auf den Fahrradwegen los und eine frühzeitige Buchung der Unterkünfte ist zu empfehlen. In den tieferen Lagen kann es im Hochsommer heiß werden. Hier hilft aber ein Sprung in den Inn, der Sie zumeist begleitet.

Tiefblaue Enzianblüten mit grünen Blättern zwischen trockenen Grashalmen auf einer Tiroler Wiese am Inn-Radweg.

Enzian im Frühling in Tirol

Anreise

Die Anreise zum Startort Maloja sollten Sie am besten ab Passau oder St. Moritz mit der Bahn und dem Bus planen. So können Sie am Ende Ihrer Radreise bequem wieder mit der Bahn oder dem Auto nach Hause fahren. Passau ist ebenso wie St. Moritz gut an das internationale Bahn- und Streckennetz angebunden.

Die Deutsche Bahn bedient zum Beispiel die Strecke Passau – München im Stundentakt im Regionalverkehr. Bei Bahnreisen mit dem Fahrrad sollten Sie sowohl für die Hin- als auch für die Rückfahrt Ihren Fahrradstellplatz vorher reservieren.

Passauer Dom mit weißer Barockfassade und zwei Türmen mit grünen Zwiebelhauben. Eine Statue steht auf dem Platz davor unter blauem Himmel.

Der Dom in Passau

Abkürzungsmöglichkeiten

Sollte einmal das Wetter nicht mitspielen, eine unvorhergesehene Panne eintreten oder Sie eine Etappe nicht radeln wollen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Etappe oder einen Teilabschnitt mit dem Postauto, dem Postbus oder der Regionalbahn abzukürzen. So werden zum Beispiel die Strecken zwischen Scuol und St. Moritz sowie Landeck bis Passau von der Bahn begleitet.

In der Hochsaison ist die Mitnahme von Fahrrädern, sofern es Kapazitäten gibt, gegen ein Entgelt möglich.

Roter Schweizer Zug am Bahnsteig in St. Moritz mit bewaldeten Bergen im Hintergrund. Die Lokomotive zeigt die Nummer 642.

Der Bahnhof in St. Moritz

Für wen ist der Inn-Radweg geeignet?

Der Inn-Radweg ist mit insgesamt nur 1500 Metern Höhenunterschied (auf über 500 km Länge) auf den meisten Abschnitten durchaus familientauglich. Vor allem ab Tirol ist der Inn-Radweg leicht zu befahren, geht es doch größtenteils sanft bergab. Allerdings gilt es auch einige längere steile Anstiege zu überwinden. Sollten Sie mit kleineren Kindern unterwegs sein, informieren Sie sich gut über etwaige steile Teilabschnitte. Kinder ab zwölf Jahren sollten den Herausforderungen aber gewachsen sein.

Und nicht vergessen: In Österreich herrscht für Kinder unter 12 Jahren Helmpflicht!

Zwei Radfahrer mit Packtaschen stehen am Inn und blicken auf Passaus Altstadt mit Domtürmen und Brücke unter blauem Himmel.

Radfahrer am Inn in Passau

Häufige Fragen zum Inn-Radweg

Türkisfarbener Inn fließt durch grünes Tal mit bewaldeten Hängen und Berggipfeln unter blauem Himmel mit weißen Wolken.
Entschuldigung! Es konnten keine FAQ gefunden werden. Bitte versuche einen anderen Suchbegriff.

Der Inn-Radweg ist rund 520 km lang und führt durch drei Länder: von der Quelle nahe des Malojapasses in der Schweiz über Tirol in Österreich bis nach Passau in Deutschland. 

Mit insgesamt nur rund 1.500 Höhenmetern auf über 500 km Länge ist der Inn-Radweg, vor allem ab Tirol, weitgehend familientauglich. Kinder ab etwa zwölf Jahren sind den gelegentlichen steileren Anstiegen gewachsen. 

Zu den Höhepunkten zählen der Kurort St. Moritz im Schweizer Engadin, die Olympiastadt Innsbruck, die Festungsstadt Kufstein und die barocke Dreiflüssestadt Passau. 

Empfohlen werden die Monate April bis September. Von einer früheren Anreise wird abgeraten, da es während der Schneeschmelze zu Überschwemmungen kommen kann. 

Im Angebot ist unter anderem die Radtour von St. Moritz nach Innsbruck, die durch verträumte Bergdörfer und am Stift Stams vorbeiführt. 

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