2017
Radurlaub auf Sardinien

Radurlaub auf Sardinien

Verschlafene Dörfer an türkisblauer Küste

  • Rundtour ab Cagliari
  • Etappenlänge ●●●○○
  • Höhenprofil ●●●●○
  • Neue Reise!

8
Tage

55
Ø km pro Tag

Radurlaub auf Sardinien: Das heißt vor allem, Landschaften wie aus einem Bildband hautnah erleben! Nach Sizilien ist sie die zweitgrößte Mittelmeer-Insel. Die Bewohner hatten 400 lange Jahre mit spanischer Unterdrückung zu kämpfen. Auf den hohen, zerklüfteten Klippen stehen noch einige spanische Wachtürme, die an diese Zeit erinnern. In Tälern mit Eichenwäldern sind einzigartige archäologische Überbleibsel zu finden. Kaum einen Steinwurf von der quirligen Hauptstadt Cagliari, zeigt sich Sardinien von seiner stillen und verschwiegenen Seite. Entdecken Sie uralte Dörfer, umgeben von Pinien- und Olivenhainen und genießen Sie die Ausblicke auf das unwirklich blaue Meer. Kosten Sie den ausgezeichneten Wein direkt auf dem Weingut oder lokale Wurst- und Käsespezialitäten direkt beim Bauern. Hören Sie das laue Lüftchen in den Zweigen der Olivenbäume und das Meer rauschen. Spüren Sie die sardischen Sonnenstrahlen auf Ihrer Haut, während Sie den intensiven Geruch von mediterranen Kräutern tief einatmen. Dies ist wahrhaftig ein Radurlaub mit allen Sinnen!

Reiseverlauf

Kurzinfo

  • Buchungscode
    IT-SARV7
  • Start / Ziel
    Cagliari
  • Dauer
    8 Tage, 7 Nächte
  • Länge
    ca. 330 km
    Etappenlänge ●●●○○
    zwischen 45 und 70 km, Ø 55 km
    Höhenprofil ●●●●○
  • Wegbeschaffenheit
    Meist auf geteerten Wegen, nur wenige kurze Abschnitte auf unbefestigten Pfaden.
  • Schwierigkeit
    Es wechseln sich sanfte Hügel mit längeren flachen Abschnitten ab. An der Küste geht es etwas stärker bergauf und -ab, teilweise etwas längere und steilere Anstiege.
  • Durchführung
    Lokaler Kooperationspartner

 

1. Tag: Individuelle Anreise nach Cagliari, Transfer nach Villanovaforru

Das Örtchen Villanovaforru ist uralt: Es wurde bereits seit der Nuraghenkultur um 1600 vor Christus bewohnt. Typisch für diese Zeit sind, wie der Name schon sagt, die Nuraghen. Das sind Rundtürme aus Stein, die oft mehrstöckig gebaut wurden. Weltweit wurde nichts Vergleichbares gefunden. Da sich die Überreste der Türme oft auf Anhöhen befinden, dienten Sie damals wahrscheinlich zur Verteidigung. Heute haben Sie noch Zeit, die letzten Vorbereitungen für eine erlebnisreiche Woche zu treffen. Sie übernehmen die Mieträder, können eine Probefahrt unternehmen und studieren nochmals die Reiseunterlagen. Sollten Ihnen nun noch Fragen auf der Seele brennen, wenden Sie sich einfach an Ihren Ansprechpartner vor Ort.

2. Tag: Ausflug nach Barumini, ca. 65 km

Leicht bergab rollen Sie gemächlich in die Marmilla – ein toller Start für Ihren Radurlaub. Grundsätzlich ist das Gebiet recht flach und seit der Römerzeit war die Region das Zentrum für Getreide-, Wein- und Olivenanbau auf der Insel.  Doch immer wieder gibt es hier die giare: Die Tafelberge erheben sich in der von Vulkanen geprägten Region steil aus der Ebene. Der bekannteste unter ihnen ist der Giara di Gesturi, wo sogar Wildpferde leben. Direkt unterhalb dieses Felsens liegen die beiden Örtchen Tuili und Barumini. In Barumini sollten Sie die größte und besterhaltene Nuraghenfestung Sardiniens besuchen. Su Nuraxi besteht aus einem Hauptturm und einer rautenförmigen Bastion mit vier Türmen in den Ecken. Die Außengrenze bildet ein Mauerring mit sieben weiteren Türmen. Die Erbauer waren wahre Meister ihres Handwerks und Su Nuraxi ist Sardiniens einzige Weltkulturerbestätte. Wenn Sie die Santa Maria Kirche in der Nähe passieren, werfen Sie einen Blick auf die einzigartigen rosenförmigen Fenster. Der nächste Höhepunkt auf der heutigen Tour ist das Castello di Marmilla. Die Burg wurde als Grenzkastell zwischen Arborea und Cagliari auf einem Vulkankegel erbaut und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Radeln Sie gemütlich zurück nach Villanovaforru. Auf dem Weg bietet sich ein Besuch in einer Enoteca an. Eine Enoteca ist Gastronomiebetrieb, Feinkostgeschäft und  gehobene Weinhandlung in einem und so können Sie die Produkte verkosten und im Anschluss gleich einkaufen.

3. Tag: Villanovaforru – Arbus, ca. 50 km

Heute durchqueren Sie die Campidano Ebene, die größte Ebene Sardiniens. Das Gebiet ist sehr fruchtbar und für die Landwirtschaft von großer Bedeutung. Hier wird Obst, Gemüse, Getreide und Wein angebaut. Zunächst passieren Sie die Stadt Sardara, die in der Nähe einer heißen Quelle liegt. Die berühmten Thermen von Sardara locken mit einer konstanten Wassertemperatur von etwa 60 Grad Celsius. Eine Erfrischung stellt das während einer Radtour nicht gerade dar – Entspannung aber dafür umso mehr! Über Pabillonis, bekannt für die Produktion von Safran, gelangen Sie nach Gonnosfanadiga. In dem Ort direkt unterhalb der felsigen Ostausläufer der Region Iglesiente wird das beste Olivenöl Sardiniens hergestellt. Stärken sie sich hier nochmals, denn nun wird es etwas hügeliger. Ihr heutiges Ziel ist Arbus, wo Sie in einem Agriturismo untergebracht sind. Am besten könnte man das mit Urlaub auf dem Bauernhof übersetzen. Nur viel italienischer. Oft bieten kleine Betriebe, für die sich die Landwirtschaft allein nicht lohnt, Gästezimmer an und teilen gerne ihre Produkte mit ihren Gästen. In Ihrer heutigen Unterkunft können sie daher von allem etwas probieren: hausgemachte Ravioli, selbst produzierte Wurst, selbstgemachter Käse, eigenes Olivenöl, Hauswein… Hier erleben Sie das echt italienische dolce vita.

4. Tag: Arbus – Nebida, ca. 50 km

Was könnte man sich nach dem gestrigen Tag noch mehr von einem Radurlaub auf Sardinien wünschen? Warten Sie ab, denn diese Reise hält noch einiges für Sie bereit! Der Tag beginnt ganz entspannt mit einer langen Abfahrt: Etwa 15 Kilometer lang geht es leicht bergab und Sie können die tollen Ausblicke auf die Berge ringsherum genießen. Bei Portixeddu erreichen sie einen langen Sandstrand, an dem Sie eine Pause einlegen und einen Sprung ins Meer wagen können. Obwohl es hier auch eine Bar und ein Restaurant direkt am Strand gibt, sollten Sie sich noch etwas gedulden und in Buggeru, etwas weiter südlich gelegen, zu Mittag essen. Der Ort war früher ein blühendes Berkwerksdorf. Glücklicherweise liegt es an der Küste, so dass es sich heute mit etwas Fischerei und ein wenig Tourismus über Wasser halten kann. Probieren Sie in einem der Restaurants am idyllischen kleinen Hafen ganz frischen Fisch! Weiter radeln Sie nun auf einer Küstenstraße. In Masua gibt es zahlreiche Buchten mit Sandstrand und geheimnisvolle Grotten. Sicher wird jedoch der 133 Meter hohe Pan die Zucchero Ihre Blicke auf sich richten. Der Name, der übersetzt Zuckerbrot heißt, kommt von der weißen, wie mit Zucker bestäubten Kuppe des Felsens. Von hier ist es nicht mehr weit bis nach Nebida. Auch dieser Ort war früher ein Bergarbeiterdorf. Heute ist es ein Ferienort mit einer Besonderheit: Das Belvedere von Nebida ist ein Rundweg um einen großen Felsen mit Panoramablicken auf den Pan di Zucchero, das Meer und das Umland. Hier können Sie spektakuläre Sonnenuntergänge erleben!

5. Tag: Nebida – Insel  Sant’Antioco, ca. 45 km + Fährfahrten

Der Tag beginnt mit einer Radtour entlang der Küste in Richtung Süden. Bald ist die schroffe Kalksteinküste zu Ende und Sie erreichen flacheres Gelände. Auf der Fähre zur Insel San Pietro können Sie Ihren Beinen eine Pause gönnen. Der einzige bewohnte Ort der Insel ist Carloforte. Er wurde von Korallenfischern aus Genua gegründet. Ihr Einfluss ist vor allem in der Architektur und der Küche zu spüren. Schlendern Sie durch die engen Gassen und bestaunen Sie die pastellfarbenen Häuser im ligurischen Baustil. Die Insel war lange für die Fischerei bekannt, vor allem für den Thunfischfang. Auch heute noch gibt es in vielen Restaurants fangfrischen Thunfisch. Die Landschaft auf der Insel ist einmalig: Zerklüftete Steilküsten, weiße Sandstrände, versteckte Badebuchten und unberührte Natur – San Pietro ist ein echter Geheimtipp in Ihrem Radurlaub auf Sardinien! Nun bringt Sie eine weitere Fähre auf die Nachbarinsel Sant’Antioco. Über dem gleichnamigen Hauptort mit historischem Zentrum thront eine majestätische Burg. Unter der Stadt befindet sich ein ausgedehntes Katakombensystem, das im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann. An den schönen Stränden und Felsbuchten an der Küste lässt es sich aushalten.

6. Tag: Insel Sant’Antioco – Porto Teulada, ca. 70 km

Sie verlassen die Insel über den künstlich angelegten Damm. Auf Ihrem Weg in Richtung Tratalias durchqueren Sie fruchtbares Land mit sanften Hügeln. Der Ort Tratalias hatte seine Blütezeit im Mittelalter. Zwischen 13. und Anfang des 16. Jahrhunderts war er sogar Bischofssitz. Erst 300 Jahre später haben sich dort wieder Siedler niedergelassen. Nachdem aber 1954 in den nahe gelegenen Bergen ein Staudamm errichtet wurde, wurde der Ort häufig überschwemmt. Dadurch drohte in den 1970er Jahren die hygienische Situation zu eskalieren. Das gesamte Dorf wurde daraufhin an einen nahe gelegenen Hang. So ist das ursprüngliche Dorf heute verlassen, doch immer noch sehr gut erhalten. Der mittelalterliche Ortskern wurde liebevoll restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht – so entstand ein tolles Freilichtmuseum. Danach radeln Sie von Weinberg zu Weinberg durch eine wunderschöne Landschaft. Wir empfehlen Ihnen, an der Cantina di Santadi eine Pause zu machen und die Spitzenweine zu kosten. Nur fünf Kilometer weiter südlich befinden sich die Karsthöhlen von Is Zuddas. In der Tropfsteinhöhle wurde eine Miniaturlandschaft mit Häusern, Brücken und Flüssen aufgebaut. In der Weihnachtszeit dient diese als Krippe mit weihnachtlicher Dekoration. Die Straße schlängelt sich nun in südlicher Richtung bis nach Teulada. Immer wieder bieten sich Ihnen tolle Aussichten.

7. Tag: Porto Teulada – Pula, ca. 50 km

Der Ort Teulada liegt am Fuße einer sehr kargen Berglandschaft, im saftig grünen Tal des Riu de Monti. Sie finden an diesem Küstenabschnitt atemberaubend schöne Strände und zahlreiche Buchten. Halten Sie sich nicht zu lange dort auf, denn auch heute gibt es wieder einiges zu erleben in Ihrem Radurlaub! Auf Ihrer Fahrt entlang der Costa del Sud steht die Landschaft im Vordergrund. Die Straße schlängelt sich oberhalb von schroffen, steilen Klippen entlang, die direkt ins tiefblaue Wasser eintauchen. Ihnen bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, eine Pause einzulegen – an einem der zahlreichen Aussichtspunkte oder in einer Sandbucht. Den Cala Tuerredda sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen! Es ist einer der schönsten Strände auf Sardinien: goldgelber Sand, smaragdgrünes Meer und durch zwei Landzungen geschützt – hier werden Sie sich wie im Paradies fühlen. Machen Sie nur wenige Kilometer weiter einen kurzen Abstecher zum Turm von Chia. Von hier haben Sie einen spektakulären Blick auf den langen Strand von Chia und die Umgebung. Nun radeln Sie entlang der Küstenstraße bis nach Pula und müssen ein letztes Mal in die Pedale treten. Auf dem Marktplatz in Pula können Sie sich mit einem hausgemachten Eis erfrischen.

8. Tag: Transfer zum Flughafen Cagliari und individuelle Abreise

Sicher konnten Sie den letzten Abend Ihres Radurlaubs auf Sardinien in vollen Zügen genießen. Bei einem Spaziergang über die Piazza del Popolo und in den zahlreichen Bars konnten Sie den sardischen Charme noch einmal spüren! Heute werden Sie am Hotel abgeholt und zum Flughafen Cagliari gebracht. Nehmen Sie das italienische dolce vita mit nach Hause – so wird Ihnen die Rückkehr in den Alltag ganz leicht fallen.